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°rückblicke
pm(06.08.2012)
Ein kühler Raum, am zweitheißesten Tag des Jahres. Schwarze Sitzkissen auf einem Tänzerboden aus fast weichem Kunststoff oder Gummi. Dunkelheit, nur wenige Lichter. Jemand sagt, dass man die Musiker hätte auch noch verstecken können, aber sie geben wenigstens etwas Halt. Und den braucht man evtl. auch, denn der Klang und die Musik sind so intensiv ohne laut zu sein, dass sich ein weiterer Raum öffnet, dem man sich nicht entziehen kann. Eine synästethisch empfindende Freundin, die Töne sehen kann, spricht von einem stellenweise Zuviel, einem Overdrive an Sounds. Und so steht man nach dem eher ungewohnt kickdrum-losen ersten Konzert, dem von Wolfgang Voigt, doch leicht verspult vor den Säulen des Festspielhauses. Nach dem zweiten Konzert, dem von Ulf Langheinrich, dass jemand als das beste von ihm benannte, hat sich diese leichte Verwirrtheit, die durch Wolfgang Voigts immense Klangschichten aus vielen Stimmen und akustischen Instrumentensamples, die fast taktlos stellenweise dahinwirbelten und Stimmungen erzeugten, die sehr fortgeschritten und erwachsen waren, sodaß man fast geneigt war, diesem Großmeister des Techno einen Platz in der Semperoper zuzusprechen, gelegt. Das eher dunkle ambiente und stellenweise ruhige Konzert von Ulf Langheinrich war eher aufgeräumt, wenn auch gewohnt schwebend. Beide Künstler kommen auch zur CYNETART wieder, dann mit dem audiovisuellen Werk "Mohn" mit Jörg Burger und dem intensiven Tanzstück "Movement C" als Deutschlandpremiere.
moiree(29.07.2012)Total verblüfft.
jeder, der mich kennt, weiß im prinzip, daß ich nicht sonderlich feinfühlig bin, wenn es darum geht, rückblicke zu schreiben. was war`n das bitte? cynetart - seinettart? ich kam von chickenkombi zu ichmussraus.
man muss sich auf diese klangflächen echt drauf einlassen äääääh können. von tief verbittert, über angst total, zu himmel hoch jauchzend abgehend zum ende zu merken, daß man selbst die musik, ja ich nenns mal musik, vor 14 jahren mit zwei tapedecks, zwei plattenspielern, einem billigen casio keyboard, `nem boss effektgerät (rosa - echo), sowie einem mikrofon schon ohne dieses absolut FANTASTISCHE klangbild gemacht hat. selbstredend nicht in dieser qualität. wie gesagt, man muß sich darauf einlassen ...wollen. in `ner abgedunkelten klanghalle, in welcher man lediglich die fratzen der künstler neben den notausgangsschildern und scheinbar total zerchillt liegenden, um ruhe bittenden - wenn man sich schon mal verbal - ach egal... egal, der blick nach oben war der beste. für mich. es war einfach nur hammerschlecht - hammergeil total ungewohnt & definitiv für dresden eine bereicherung. aus oben genannten zeilen vermag man eventuell zu entnehmen, daß ich ehrlich gesagt nicht weiß, wo mir der kopf steht. .. wenn mich jemand auf "party" anquatscht, ich wäre zu laut & ich solle doch entweder leiser sprechen, oder gar die fresse halten, sprich rausgehen um zu kommunizieren, mich dann bitte auch noch am besten wie das volk hinlegen - dann platzt mir nicht nur der arsch. wenn ~65 menschen ulf & wolfgang lauschen ist ja wohl ... ich quatsche wie ich will! auch im kino. schnauze! oder eben nicht. und ja, ich war einer welcher, der kein telefon bedienen musste / wollte. den sound von/aus da drinnen hätte ich gerne mal für `ne woche für mich zuhause. man man man... saustark! und da bin ich schon verwöhnt. also echt FSH, !abermals! hut ab. ulf für mich interessanter denn wolfgang, was dem fakt, daß ich mit beiden erstmal klarkommen musste, keinen abbruch tut. wie eingangs schon erwähnt, da MUSS man sich drauf einlassen. oder eben können. bin halt (hoffe ich) vorurteilsfrei aus der gelben schlange rein & total verblüfft auch in jene wieder rein. danqe dvb. du arsch. ob nun besser mit oder ohne visuals ham`wer auch ausgiebig diskutiert... ein VIELLEICHT ist stets passend. unterm strich: ein theremin ist ein scheißdreck gegen diese klangGEWALT. aberpopaber, ich komm' halt nicht ganz klar damit. das erste mal in meinem lustigen leben, daß ich von einer veranstaltung verwirrt bin und jene so körperlich verließ. wenn ich mal groß bin... oder so. und nun zum ausgleich ab in den sektor. ein bester danq für die übernahme der türgebühr sei im letzten satz angemerkt! |
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