[banq.de - Kopfbild] 01.07.2016: "Schmettegage" von jacq
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Künstlerportrait

Siggy Blooms + Go Plastic

Vor langer Zeit durch das Distillery-Printmagazin DRUNK angeregt, ...

Auf einen Blick
Was
:
Balztanz
Wer
:
kunststoffbreakz.de/" target="_blank" id="red">Siggy Blooms, Go Plastic & Tanzatelier Kokü
Wann
:
17.12.2010 | 22 Uhr
Wo
:
Groovestation, Dresden
Freikarten
:
2x2

Das Dresdner Duo Go Plastic, bestehend aus der Tänzerin Cindy Hammer und Siggy Blooms aus dem Kreise der Kunst:stoff Breakz, bringt elektronische Musik, zeitgenössischen Tanz, Sprache und Film interdisziplinär auf die Bühne. Das Stichwort für ihr Projekt heißt: Interaktion! Am 17.12.2010 begrüßen wir die beiden als Gäste in unserer Reihe "Balztanz" in der Groovestation. Es erwartet uns ein musikalisches Live-Set umrahmt von Visuals, was gleichsam Kopf und Füße bewegen soll. Was genau die beiden zu ihrem gemeinsamen Schaffen antreibt und was sie sich dabei denken, haben wir in einem kleinen Interview versucht genauer herauszufinden:

Siggy Blooms + Go Plastic - Dresden - banq.de-Spezial

Kokü: GO PLASTIC ist euer gemeinsames Projekt. Was ist euer Ziel? Wie ist der Gedanke dazu entstanden? Und wie habt ihr beide euch eigentlich gefunden?
Go Plastic: Wir haben uns in der Groovestation kennengelernt, uns eine ganze Weile unterhalten und dabei festgestellt, dass wir beide sehr ähnliche Ansichten haben, was Kunst im Allgemeinen und Musik und Tanz im Speziellen betrifft. Unser erstes Projekt war dann auch eine Dreh- Session in einem Abrissgebäude. Wir wollen das machen, was uns am meisten fasziniert. Musik, Tanz und Film. Und lustigerweise lässt sich das gut verbinden. Außerdem lernen wir voneinander, geben uns konstruktive Kritik und reichlich Input.

Kokü: Von der Idee zur Umsetzung: Was habt ihr zusammen bereits erreicht? Und was steht zur Zeit konkret an?
Go Plastic: Um Material zu sammeln, ziehen wir seit letztem Herbst durch verschiedeneGelände und Abrisshäuser. Schießen Fotos und drehen Sequenzen von Bewegungsmaterial, welches inspiriert ist von den jeweiligen Plätzen und Stimmungen, an denen wir sind. Till vertont diese Clips und wir bearbeiten und schneiden sie dann zusammen. Cindy hat von September bis Oktober in einer Tanztheaterproduktion am Theater Belacqua in Wasserburg am Inn gearbeitet, welche 5 mal zu der Musik von Till aufgeführt wurde. Wir haben schon davor erkannt, dass die Musik von Till mit Tanz auf der Bühne sehr gut funktioniert, da sie immer sehr filmisch ist. In Wasserburg hatte diese Erkenntnis ihre Premiere und brachte uns dazu ein Konzept für eine neue Produktion zu gestalten, die im Januar im Festspielhaus Hellerau auf die Bühne kommt.

Kokü: Unterschiedliche Kunstrichtungen reichen sich bei euch die Hand. Soll dieses Vorhaben ein Projekt zu zweit bleiben oder seid ihr offen für mehr Spielraum? Gab es schon Kooperationen mit Gleichgesinnten?
Go Plastic: Prinzipiell soll es erst mal ein Duo bleiben, aber für neuen Input von außen sind wir immer offen. Wir erhielten schon viel Unterstützung in technischer und logistischer Hinsicht (besonderen Dank an VeiTV und Robert Miklich, den Bezwinger des Generators) und werden in naher Zukunft mit der Choreographin Mirijam Welk (Berlin) und dem dazugehörigen Künstler-Kollektiv (Ostrale 2010) arbeiten. Außerdem produzieren wir unsere Januaraufführung in Hellerau mit Unterstützung von hochmotivierten und ausdrucksstarken Tänzer_innen.

Kokü:Till, du kommst aus dem Dunstkreis der KUNST:STOFF BEAKZ und produzierst selbst Tracks. Wie bist dahin gekommen, wo du heute stehst? Was hat dich in Sachen Musik am meisten geprägt?
Siggy Blooms: Ich hab die Hälfte meiner Jugend damit verbracht, in lichtarmen Räumen vor dem PC zu sitzen um Musik zu machen. Vielleicht war es die positive Resonanz von außen, die mich dazu gebracht hat, über einen so langen Zeitraum nicht die Motivation zu verlieren. Dass man die Früchte seiner Arbeit irgendwann nicht mehr nur alleine genießen will, liegt auf der Hand. Im Endeffekt ist es meist Cindy, welche meine selbstzweiflerischen Gedankenkonstrukte logisch einstürzen lässt und mir den notwendigen Rückhalt für den Schritt in die Öffentlichkeit gibt. Ich bin da nicht so der Typ für. Ich hätte am liebsten alle diese Fragen mit "keine Ahnung" beantwortet :)

Kokü: Dein aktuelles Album "Goldkiss" geht in Richtung Ambient und Electronica. In welche musikalischen Welten führst du dein Publikum live? Was überwiegt dabei: Atmosphäre oder Tanzbarkeit?
Siggy Blooms: Ich versuche eine Symbiose aus Beidem, da ich einen Faible für akustischschräge und auch anstrengende Atmosphären habe, die aber ohne Rhythmus schnell langweilig werden könnten. Trotzdem versuche ich die Rhythmen immer wieder aufzubrechen. Was davon noch tanzbar ist, soll das Publikum entscheiden.

kunststoffbreakz.de/%5BKSB%20005%5D%20-%20Siggy%20Blooms%20-%20Goldkiss%20(2010).zip" target="_blank" id="red">download hier!

Kokü: Wie gehst du an eine Live-Session ran? Einfach nach Gefühl oder bereitest du einen Rahmen vor, der auf der Bühne noch ausgefüllt wird? Und wie setzt du das technisch um?
Siggy Blooms: Ich bereite Zuhause ein Grundkonstrukt aus Loops und Effekten vor und versuche live möglichst nach Gefühl zu arbeiten. Im Rucksack hab ich meinen PC und zwei Midi- Controller, um möglichst Maus- frei zu arbeiten. Mäuse sind Fluch und Segen zu gleich. Hab mir heut trotzdem eine Neue gekauft.

Kokü: Cindy, du bist Absolventin der Palucca Hochschule für Tanz und hast dein Leben der Bühne verschrieben. Wie bringst du dein tänzerisches Können in euer Projekt ein?
Cindy Hammer: Da ich eine doch recht akademische Laufbahn (10 Jahre) durchlaufen habe, in der ich zur Tänzerin ausgebildet wurde, genieße ich ein freies Zusammenarbeiten, wie es mit Till und seiner Musik möglich ist, sehr. Seine Musik inspiriert mich zu neuen Bewegungsideen und Formen, die ich dann in unsere Produktionen choreographisch und darstellerisch einbringe.

Siggy Blooms + Go Plastic - Dresden - banq.de-Spezial

Kokü: Du bist für die Visuals auf der Bühne verantwortlich. Deine Bilder und der Sound sollen zu einem Ganzen verschmelzen. Wie gehst du dabei vor? Was für Möglichkeiten hast du?
Cindy Hammer: Die Idee, mich mit Visuals zu beschäftigen, ist ziemlich neu. Uns ist vor einer Weile aufgefallen, dass wir mittlerweile eine ganze Menge an Videomaterial angesammelt haben, das außer uns niemand wirklich zu Gesicht bekommt. Da dachten wir, lass uns das verbinden, die Live-acts von Till und meine neu entdeckte Sucht, Clips mit Effekten und Farbfiltern zu belegen und das dann halt live mit dem Programm Resolume Avenue. Da wir aber nicht nur mit Ton und Sound arbeiten wollen, versuchen wir in darstellerischer Hinsicht, dem Publikum den zeitgenössischen Tanz etwas näher zu bringen.

Siggy Blooms + Go Plastic - Dresden - banq.de-Spezial

Tanzatelier Kokü (09.12.2010)
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