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°spezialKünstlerportraitSebastian Kökow / the29nov Films
Auf einen Blick
Das Berliner Filmprojekt the29nov Films hat unzähligen Tracks eine visuelle Interpretation verpasst. Eine Hälfte des Duos ist Sebastian Kökow. Anlässlich der Etui Session am 20.10.2012 im Sabotage hat er den aktuellen Etui Podcast aufgenommen. Das englische Interview mit ihm zum Podcast haben wir hier für euch als banq – Spezial aufbereitet.
banq: Du bist den meisten sicherlich bekannt als eine Hälfte des the29nov Films Projektes, dass sich durch unzählige und teils skurrile Videos bekannter und unbekannter Techno Tracks einen Namen gemacht hat. Was hat es mit dem Namen auf sich und welche Idee steckt überhaupt hinter dem Projekt? Sebastian: Wir wählten diesen Namen, weil es das Datum unser ersten musikalischen Jam-Session war, wir haben am 29. November das erste Mal zusammen gespielt. Etwas später machte Kevin Paschold (die andere Hälfte des Duos) seinen ersten Kurzfilm und wir begannen Videos für unsere Lieblingstracks zu kreieren. Wir entdeckten, dass es zu diesem Zeitpunkt in der Technoszene kaum Musikvideos gab und wir wollten einfach nur den Tracks die wir mögen ein Gesicht geben. Viele Leute mochten, was wir taten und so wuchs die Sache.
banq: Aktuell hat die the29nov Films Gruppe bei Facebook ca. 1.700 Mitglieder und eure Seite über 3.900 Fans. Man kann also schon von einer gewissen Popularität sprechen. Gibt es schon viele Anfragen von renommierten Labels nach Videos? Sebastian: Ja, viele Labels und Artists fragen uns nach Videos aber wir machen das nur für Tracks, die wir selber auch mögen.
banq: Mittlerweile seid Ihr auch des Öfteren bei Veranstaltungen für die Audiovisualisierung zuständig. Wo liegt Dein Fokus aktuell: Video oder Djing? Sebastian: Ich lege mittlerweile seit 15 Jahren auf und Hauptaugenmerk liegt auf der Musik. Trotzdem sind die Videos und Visuals ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Es macht einfach riesig Spaß mit Kevin zusammen die Party-Visuals zu erstellen und die Track-Videos natürlich auch. banq: In Deinem Etui Podcast lassen sich unterschiedliche Stilrichtungen ausmanchen von Acid, Dubtechno bis zu 80'er Industrial-Einflüssen. Welche Idee steckt hinter dem Mix und mit welcher Musik bist Du groß geworden? Sebastian Seit ich ein Teenager war, habe ich mich für Techno interessiert und viele verschiedene Arten elektronischer Musik gehört. Ich bin mit Techno, Punkrock und viel von 80'er Industrial Zeug aufgewachsen. Für mich war die Idee hinter diesem Mix, wie hinter jedem anderen Mix von mir auch, gute, vielfältige und neue Musik zusammen zu bringen. banq: Du stammst ursprünglich nicht aus Berlin. Wie kam es zum Umzug in die Hauptstadt? Fühlst Du Dich hier wohl und was macht den Reiz der Stadt für Dich aus? Sebastian: In unserer Heimatstadt war einfach überhaupt nichts los und mit wachsender Popularität des Projektes war es nur noch eine logische Konsequenz nach Berlin zu ziehen. Kevin zog ein Jahr eher in die Hauptstadt, dann kam ich nach, weil man hier einfach mehr Möglichkeiten hat und wir Teil der Technoszene sind. Ich fühle mich hier sehr wohl und mag die große Anzahl an Clubs, Musikern und generell die kreativen Menschen hier.
banq: In den letzten zwei Jahren hat Techno eine kleine Renaissance erlebt und der Sound wird rauer und dubbiger. Wie definiert sich Techno für Dich im Augeblick und wo könnte für Dich musikalisch noch die Reise hingehen? Sebastian: Ja, das ist wirklich großartig. Ich habe diesen Sound immer geliebt und schon früher die Platten von Regis, Surgeon, Basic Channel, Jeff Mills und so weiter gekauft. Und wer meine Definition von Techno wissen möchte und wie es sich für mich entwickeln soll, der brauch nur den Podcast für Etui anhören. banq: Wenn Du im Moment einen Track benennen müsstest, der Dich maßgeblich geprägt oder in Deiner musikalischen Ausrichtung beeinflusst hat, welcher wäre das und warum? Sebastian: Ich würde sagen...ein Klassiker: Vainqueur – Lyot (Maurizio Mix). Diesen Track habe ich immer im Plattenkoffer. Wenn Du ihn jemals auf einem Dancefloor gehört hast (z.B. Berghain) dann wirst Du verstehen warum.
banq: Hast Du neben der Auflegerei und dem Videoprojekt noch Ambitionen für eigene Tracks? Wenn ja, in welche Richtung gehen diese und welche Pläne hast Du damit? Sebastian: Ich würde gern meine eigenen Tracks produzieren aber leider fehlt mir die Zeit. Stattdessen widme ich mich dem Auflegen und der Video Prodution, es gibt ja genug andere gute Produzenten. Wir danken für das Interview und wünschen euch beiden und allen Gästen eine tolle Party im Sabotage.
banq.de (16.10.2012)
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